Archiv für die Kategorie ‘Wo ist Mäxx?’

Wasser für Bondali – Die Abrechnung

Sonntag, September 1st, 2019

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Wir sind völlig baff:

Alle Kilometer der letzten Radtour sind verkauft worden:

Cutenville – Münster 114km

20km dat kölsche Määdsche

96km ole‘ Matze Pfahls

 

Münster – Xanten 104km

10km Pension Hövelshof

25km Dr Mario Kluth

50km Jette

25km Lars Hokamp

 

Xanten – Diest 144km

20km Friederike Krüger

25km Maasüberquerung Michael Maas

25km Stefanie Wanzek

62km Wessel.de IT

Diest – St.Quentin 210km

210km Wessel.de IT

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St.Quentin/Somme- Paris 170km

170km Wessel.de IT

Paris – Rambouillet (Start)68km

68km Wessel.de IT

 

Rambouillet – Mortagne au Perche 118km

50km Klaus Küppers

50km Heiner Spannuth

20km Ein Unbekannter

 

Mortagne au Perche – Villaines-La-Juhel 99km

100km von ganz privat

 

Villaines-La-Juhel – Fougeres 89km

10km Reinhard Pantke

59km Uwe Pöhler

20km Roland Prauser

 

Fougeres – Tinteniac 56km

56km Dr.Stefan Bartsch

Tinteniac – Loudeac 85km

85km Dr. Stefan Bartsch

 

Loudeac – St. Brieuc 80km

50km Harald Legner

30km meine Niemänner

25km B. + F. Schockenhoff

 

 

Gare SNCF – Rambouillet 1km

Matthias Pfahls (sorry!)

 

In der Tat ist es so, daß sogar schon etwas mehr Geld hereingekommen ist, und möglicherweise noch kommt. Ich werde die zusätzlichen Km im Laufe der Zeit am Kaiser Wilhelm

weg“everesten„, also so oft rauf und runterfahren, bis alles abgearbeitet ist.

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Es kann losgehen!

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Kontonummer 2013372333

Bankleitzahl 201 306 00

Kreditinstitut Barclaycard,

Barclays Bank

IBAN-Nummer DE21201306002013372333

BIC BARCDEHA

Verwendungszweck: Bondali

 

 

 

Ihr könnt noch für Bondali spenden: PBP 2019

Sonntag, August 25th, 2019

alles dabei…

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Zum ersten Mal war es mir möglich, in Paris teilzunehmen, ohne den einen oder anderen Euro von Sponsoren dazugeschossen zu bekommen.

Was lag da näher, als diesmal Geld zu sammeln und einer guten Sache zuzuführen?

Wasser für Bondali

Es gibt IMMER noch die Möglichkeit, mitzuhelfen!

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morgens um zwei

Nach einer recht gelungenen Generalprobe mit Detlef und Mark zum Brandenburger Tor

und der Gründung einer WhatsAppGruppe zur gegenseitigen Unterstützung( Wir sind insgesamt 5 FahrerInnen aus dem Umkreis von 20km)

machte ich mich mit leichtem Gepäck auf den Weg nach Paris.

Natürlich mit dem Randonneur, um dem Körper schon einmal Bescheid zu geben.

Ich war voller Vorfreude, weil mein Entschluß feststand, diese Traditionsveranstaltung zum letzten Mal zu besuchen, da mir sowohl die Teilnehmerzahl als auch das aufwendige Qualifikationsverfahren zu anstrengend sind.

Auf dem Weg über Münster,Xanten, Diest und St.Quentin/Somme holte ich mir schon ordentlich welliges Gelände und einen unaufhörlichen Wind von vorn ab, den ich nach meiner Ankunft in Rambouillet auf FB kritisierte, was sich rächen sollte…

Am Donnerstag machte ich meinen Selfie am Eiffelturm

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703km…

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und erreichte am flogenden Tage locker rollend mein Traumhäuschen im Grünen, welches ich schon seit einem halben Jahr fest hatte, weil ich mir dachte, wenn es nichts mit der Quali werden sollte, habe ich zumindestens die Radreise nach Paris und trinke dann da eine Woche Bier.

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complet dans le tücht, aber Kühle, Induktionsherd und WLAN

Nun hatte ich allerdings auch eine Startnummer, was Streß versprach…

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Die Übernahme der Startunterlagen sowie die Fahrradkontrolle verliefen recht französich, indes, es schüttete dermaßen, daß ich froh war, Heiners Auto mitnutzen zu können, um nicht schon vorher alle wichtigen Sachen naß zu haben. Sehr gut tat mir, daß immerhin drei europäische Oberrandonneure mich mit Namen und Umarmung begrüßten, somit habe ich wohl auch einiges richtig gemacht.

Oder komplett falsch…  😉

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Das ist Maggie. Sie macht PBP 2019 mit dem Partner quasi als Hochzeitsreise…

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Am 18.8.um 19:30 ging es los, fast auf die Minute, (neu!) und der endlose Regen hatte vor 2h geendet. Wie ich auch den anderen geraten hatte, rollte ich mich zügig ein, und ließ – wie immer – die Raser passieren. Mit den ersten, die in Mortagne die RTW füllten, weil sie sich „die Lichter ausgeschossen“ hatten, spürte ich kein Mitleid.

Villaines La Juhel und Fougeres erreichte ich ruhig kurbelnd und klug pausierend mit einem Schnitt über 15km/h, fühlte mich angestrengt, etwas müde und genervt von dem immer noch strammen Wind von vorn. Dieser, und die ständigen Rampen, gefolgt von rasenden Abfahrten kosteten viele Körner.

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Welle auf Welle

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Nach Fougeres ist die Etappe nur schlapp 50km lang, das ist tückisch.

Die Zeitfenster werden mit einem Schnitt von ca. 12,5km/h errechnet, man macht praktisch immer Zeit gut, welche dann für Pausen und Pannen genutzt wird, dazu werden die Zeiträume nach hinten raus immer weiter gespreizt. Dadurch, daß man hier nur so eine kurze Etappe hat, verschiebt sich das Fenster nach vorn, danach muß man bis Loudeac aber 84km fahren, das Gelände wird extrem wellig und du erwischst die Etappe quasi immer im Dustern.

(Oder du hämmerst das Ding in 44:00h runter, naja, also ich eher nicht…)

Irgendwo vorher hatte ich an einer dieser reizenden Stationen, die von den Fans aufgestellt werden, wo sie dir Kaffee, Kuchen und Suppe schenken, diese Erkenntnis noch einem deutschen Pärchen erläutert, mit dem Zusatz, genau dies habe mir letztes Mal das Genick gebrochen.

Ein paar km später bretterte das Mädel an mir vorbei, ihr Partner legte mir im Überholen noch die Hand auf die Schulter:“ Danke für den Hinweis, wir haben eben mal gerechnet, und jetzt sind wir im Streß…“

In Tinteniac entschied ich, zugunsten eines Kraftnapfes in dieser einladenden Bushaltestelle den einsetzenden Regen auszusitzen, laut Wetter online ca 20min. Gute Idee, es goß wie aus Kübeln.

Dann kamen diese quälenden 85km…

Steil rauf, steil runter und auf der heißen Straße verdampfte der Regen, wärend gleichzeitig die Temperatur begann, ins Bodenlose zu stürzen…

So 10km nach Tinteniac rief mir ein Streckenposten zu:“Premier blabla!“, toll dachte ich, die ersten sind in Brest, ja nee: zwei Minuten später kam mir die Spitzengruppe entgegen!!!

Und nun wurde es richtig doof:

feuchter, schlechter Asphalt

rasende Abfahrten

Nebelbänke

und ständig tauchten aus dem Dustern Tiefseemonster mit einem Dutzend gleißender Augen auf, welche des mir völlig unmöglich machten, zu sehen, wo ich hinfuhr. Nun kannste ja sagen, ok, rechts von denen muß die Straße sein, aber die fahren jetzt 22h am Anschlag, sind die tatsächlich  noch auf der rechten Seite?

Beim Fallschirmspringen habe ich gelernt, daß man ein Risiko genau kalkulieren und jede Fehlerquelle eliminieren muß. Ich kann das hier nicht mehr…

In diesem Teilstück schaff ich den Schnitt nur, wenn ich abfahre wie der Teufel, das kann ich auch, sofern ich was sehe.

Irgendwo in der inzwischen ekligen Kälte saßen Menschen an der Straße, verschenkten Suppe, wärmten und ermutigten mich. Sie sagten auch, bis Loudeac seien es noch „quarante km“. Als mir klar wurde, daß das nicht Vierzehn heißt…

Noch eines kam dazu:

Ich fand mich fahrerisch recht gut unterwegs, also technisch, Müdigkeit ja, aber so wie andere da schon umhereierten fuhr ich nicht. Schneller wäre gut gewesen. Und:

Die Erkenntnis, daß angesichts des stetigen Windes und der Wellen die Kraft nicht reichen wird…

In Loudeac sah mich der Kontrolleur lange an, mit diesem Blick, den ich schon kannte.

+ 3min

Die Temperatur war auf 4°C gefallen, die indischen Randonneure gaben scharenweise auf, später sollte einer von ihnen zu mir sagen: „We heard of a heatwave in Europe, so we thought, we should go. Where is that heatwave? I don´t know temperatures like this.“

Ich hatte dieses watteartige Gefühl mit „Bewußtseinsklicks“ im Frontschädel, war halbblind von dem ständigen Geblende und war irgendwo in der Abfahrt völlig blind auf dem Grasstreifen unterwegs gewesen, keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, da nicht auf die Fresse zu fliegen, sondern wieder auf die Straße zu kommen. Ging ich erstmal pennen.

Als ich eine dreiviertelstunde vor dem Weckdienst vom Zähneklappern meiner Feldbettnachbarn erwachte, war mir eines klar:

Noch so eine Nacht halte ich nicht aus, und wert ist es das auch nicht.

Und nu?

Ganz ehrlich:

Ich bin in Loudeac 7 mal hin und hergefahren, bis ich mich durchgerungen hatte, dem Garmin zum nächsten Gare S.N.C.F. zu folgen.

Der 20km weit weg, und ein ein Güterbahnhof ist.

Garmin kann NIX!

Und der richtige Bahnhof in St.Brieuc ist nochmal 60km weit weg.

(Irgendwie drollig, daß du in einer Region, die sich zum Ökotourismus bekennt, ohne Auto völlig am Allerwertesten bist, denn Radfahren in der Bretagne ist nicht einmal mit dem Ebike toll)

Über ein paar Straßen, die nur Garmin kennt, gelangte ich dann dort hin.

Die ältliche Dame im Bahnhof erklärte mir, sie habe nur noch den  TGV im Angebot, in diesen dürfe ich aber das Rad nur in der Tasche mitnehmen, die ich unglücklicherweise just in diesem Augenblick nicht dabei hatte. Dann erklärte sie allerdings, da ich ja offensichtlich Teilnehmer des PBP sei, sie werde, nur heute, eine Ausnahme für mich machen. Diese hatte auch für das Sicherheitspersonal- nach Rücksprache mit ihr- bis Paris Bestand, auch für zwei Inder, mit denen ich akkurat einen Türabschnitt blockierte. Der Schaffner verdrehte die Augen, sagte aber nix. Interessant war, wie ausgezeichnet der Franzose plötzlich Englisch spricht, wenn es gilt, dich anzumotzen, verglichen mit Situationen, wo du um Hilfe bittest. (Vielen Dank an den Juppie, der schon eine Viertelstunde vor Montparnasse zwischen unseren Rädern stehen mußte, und mit seiner Designerjeans meine Kette auf Neuwert poliert hat)

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die beiden Jungs haben sich höchstens gewundert, daß sie nicht auf dem Dach fahren mußten

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Andere Teilnehmer im Zug hatten das unglaubliche Glück, daß Kümmerer zufällig Dutzende von Fahrradtaschen auf ihrem LKW in Loudeac liegen hatten, die sie großzügig für 100€/Stück abtraten und dann aus reiner Menschlichkeit die Leute mit dem leeren Laster zum Bahnhof karrten.

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Ich hatte mir ja ausgerechnet, daß die Profis der Photofirma MAINDRU im Ziel noch Bilder schießen, dem war nicht so, aber so rollte ich noch über die Induktionsschleife, was mir die unglaubliche Zielzeit von 48:00 und etliche vorschnelle Glückwünsche einbrachte, bevor ich erklärte, daß ich in Loudeac ausgestiegen war. Sei´s drum. Größere Namen als ich sind dieses Mal rausgeflogen…

Der Wind hatte übrigens irgendwann fast erwartungsgemäß gedreht…

So mutierte ich dann zum WhatsAppMotivator, besorgten Erwarter, Zielknutscher, Erstfotografen und letztlich auch „Fahrer des Winnebago“ (Zitat: BluesBrothers) in Richtung Heimat.

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Dr.Stefan Bartsch, der „Bergfloh“ 70:24:51

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Heiner Spannuth 77:21:51

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Lisa Vollrath 86:02.04

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Detlef und Mark haben es nur bis Brest geschafft, aber immerhin schon weiter als ich, wofür gerade Detlef mit dem Liegerad Riesenrespekt gebührt. Und merke:

Man muß sich für PBP zweimal qualifizieren. Das haben alle geschafft, die starten durften.

Und ich?

Wäre geil gewesen, das Ding noch mal zu rocken.

Sollte nicht sein.

Aber ich war dabei, und habe es genossen. Danke, ACP!

Und ich habe echt viel Geld für Bondali gesammelt.

Also war es ein Erfolg!

Ihr dürft aber gerne noch nachlegen!!!

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Ich bin zufrieden

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Und davon mal abgesehen:

Verdoppelst du das Gewicht des Rades

Reduzierst du dein Trainingsvolumen um die Hälfte

und alterst parallel 12 Jahre

Dann ist das kein tragfähiges Konzept!

 

Wasser für Bondali

Sonntag, August 11th, 2019

Meine Sandkastenfreundin Daniela kümmert sich um den Bestand einer Schule in Bondali, Gambia.

Sie landete dort auf einer Bildungsreise und fand – als Verlegerin von Kinderbüchern – daß man diese Zustände nicht auf sich beruhen lassen könne.

Inzwischen ist dort einiges renoviert worden, wobei sie persönlich half, allerdings ist die Pumpe des Brunnens kaputtgegangen, wofür Daniela die fälligen 2500€ zunächst aus eigener Tasche an die niederländische Firma bezahlt hat, welche diese reparierte.

Pflege & Grundschule Bondali

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Rikscha-kuli.de spendete spontan die gesamten Einnahmen von der Landpartie 2019.

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der Brunnen

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Klasse Klassenzimmer

Ich selbst starte heute nach Paris, mit dem Fahrrad, um meine 4. Teilnahme bei Paris-Brest-Paris einzuleiten. zu den 758km über Land kommt die Rennstrecke von 1246 km.

Ich möchte symbolisch jeden km für 1€ verkaufen, und das gesammelte Geld an Daniela übergeben.

Da es sich um eine rein private Initiative handelt, geht das Geld 1:1 an das Projekt.

Bitte kauft soviele km wie möglich, und überweist an

Daniela Filthaut

Kontonummer 2013372333

Bankleitzahl 201 306 00

Kreditinstitut Barclaycard

Barclays Bank

IBAN-Nummer DE21201306002013372333

BIC BARCDEHA

Stichwort: Bondali

Freunde und Kollegen können sich auch gerne zusammentun, und mir Bares in die Hand drücken, wenn ich zurück bin.

Die Aktion geht bis zum 25. 8.2019

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Mein PBP 2019: Allee, Allee, Allee!

Dienstag, Juni 11th, 2019

Zum Abschluß der Qualifikationsrunde zum Zonenrand 600er nach ARA OF:

Letztes Jahr noch mit dem Motto eines Elektronikmarktes (Ich bin doch nicht blöd!) nach 20Regenkm in die Box, war es diesmal scheißegal, die Quali mußte her.

Die Wettervorhersage war ja auch „gut“:

Kühl und stürmischer Rückenwind bis Kühlungsborn, in der Nacht abflauen und dann milder Südost für die Heimfahrt.

Ja Scheiße was…

Die ersten 290km bis Kühlungsborn waren frisch, aber locker, der griffige Rückenwind peitschte uns entspannt bis zum Wendepunkt, im Vorgriff auf Paris hieß es im schönen MeckPomm:

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Allee!

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Allee!

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Allee!

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Der Regen blieb aus, allerdings auch der angesagte Windumschwung, fast noch garstiger pfiff es uns nun von vorn in die müden Randonneursgesichter, sodaß die Randonneursdreikämpfe

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Randonneursdreikampf:
Stempel, Kaffe, Bockwurst. Reihenfolge obligat!

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ausgedehnter, und die Pausen im Außenvor (davon gibt´s viel in MeckPomm) lauschiger wurden.

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Kraftnapf im Bushäuschen

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Einerlei, ich wußte, was ich wollte, hatte meine Geburtstagsfeier drangegeben und- wie immer ab ca. 200km richtig geile Beine, was sich im Ergebnis aber nicht zeigt, wegen des ekligen Gegenwindes über 300km. Trotzdem lief ALLES, klar hatte ich mal Aua, oder keine Lust mehr, oder wollte ein Eis, aber es war insgesamt herrlich. Lupenreiner Track, zuvorkommende Organisation, bis auf den Wind, aber als der dann die letzten 60km endlich von hinten kam, war´s auch doof:

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mit höögschter Konzentration…

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Die Ursache war nämlich die Thermiksäule vor uns, mit der ich mir noch ein Wettrennen lieferte. Gewonnen.

Wäre aber egal gewesen.

So wie der Stau auf der B1 inne Baustelle drinne, noch 5km…

Hatte ja den Sicherheitsstempel bei 610km ausgeschlagen.

Mußte ich mich also ein bißchen was trauen…

Paßte.

Wir fahren nach Paris!

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verglichen damit, doch ein Klacks!

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Danke an Detlef, Mark, Andreas, Robert und alle anderen für die Schwätzchen, an alle die bis hier an mich geglaubt haben.

Und besonders an die, die NICHT an mich geglaubt haben, denn die gaben mir den Biß!

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Diese bewegungslose Windmühle zum Schluß wirkte schon etwas höhnisch…

So ein Luderleben

Mittwoch, Juni 5th, 2019

Mal ehrlich:

Wenn du heute als Radfahrer an einem Kiesteich langfährst, und auf Höhe eines SUV einen Typen in kurzer Hose mit einer alten Waschmaschine und einer Sackkarre hantieren siehst, was denkste dann?

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dassn für einer?

Genau!

Deshalb faßte ich mir ein Herz, drehte, obwohl der Typ ziemlich groß und stark aussieht, und sprach ihn an, was er wohl hier mit dem Ding hier so vorhabe. Inzwischen war mir allerdings auch schon der Seesack  aufgefallen, und ich setzte nach, daß ich natürlich das Buch von Tony Hawks gelesen hätte.

Der sei aber getrampt, grinste Ludger.

Wurde ein kurzes, intensives Gespräch mit dem Berufskollegen aus Soest, der mit dem Teil in Dresden losgetrabt ist, und heute durch die Porta kam, wo wir uns begegneten.War auch nicht das erste Mal, erzählte er. Den Rhein entlang, Alpenvorland, vier Freunde wechseln sich damit ab, im Voraus nach Zielvorgabe online Unterkünfte zu buchen. Das ist ja genau meins: nie bei der Herberge zu wissen, was dich erwartet.

War toll, dich kennenzulernen, Verrückter im gleichen Geiste, komm gut hin!

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Der Eine so, der Andere so…

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Hier könnt ihr ihn verfolgen:

Luderleben

Hard Rock, no cafe´

Montag, Mai 13th, 2019

Los geht´s: Rando´s an der Ampel auf dem Radfahrerstreifen (!)

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Der eine oder andere mag dieses Gefühl kennen:

Später Nachmittag, die Sonne scheint ins Fenster, du quälst dich aus dem Bett, greifst kopfschüttelnd nach der Bierdose auf dem Nachttisch, stellst fest, daß höchstens ein Schluck raus ist, und denkst:

„was für eine Nacht…“

Die wenigsten allerdings denken nun ans Brevetfahren.

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Der Weg ins Nirgendwo

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Um es vorwegzunehmen, ich beschwere mich nicht: ich kannte die Herausforderung, und eigentlich hatte ich Glück, denn es blieb weitgehend trocken, wenn auch windig und kühl. Das liebliche Havelland war ein schöner Auftakt…

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Ich freute mich über den menschlichen Zug des Fährmannes in Havelberg, der lange auf mich gewartet hat, damit ich noch mit den Anderen rüberkomme, obwohl drüben schon etliche Autos warteten. Det is ehm „Osten“…

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noch geschafft

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Trotzdem habe ich selten auf einem brevet dermaßen gehadert und geflucht, dabei war es eigentlich zu Anfang ganz hübsch, bis die Nacht ihre Schatten vorauswarf.

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Randodämmerung

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„Es geht lange durch die Dörfer, also seid vorbereitet,“ hatte Ingo noch geschrieben, war ich auch, mit meinem salzigen Cranberrie/Nußgemisch, was ich nächtelang essen kann, und Mettwürstchen. In Schnackenburg nahm ich noch Bratkartoffeln in der Sonne, war aber hinterher trotzdem so durchgekühlt, daß ich mich richtig schlecht fühlte, als es weiterging, woran auch der plürrige Kaffee zum Abschluß nichts änderte.

Kaffee: Seit etlichen brevets in Italien bin ich in diesem unseligen Modus, daß ich super funktioniere, sobald ich alle zwei Stunden einen Espresso bekomme. Haste aber die 1.Kontrolle nach 168km, isses mit Kaffee, besonders Espresso, nicht weit her. Det is ehm ooch „Osten“.

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noch die angenehmste Variante, solange kein Auto kommt

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So ratterte ich dann auf unzähligen Varianten ätzendster Straßenbeläge wie Preßlufthammer B…B…Bernhard frierend in die Nacht. Jedenfalls hat mir diese „Hölle des Nordens“ (wieso eigentlich nicht des Ostens?) erneut bestätigt, warum ich ein Titanrad mit Tannusreifen fahre: Alles noch dran.

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der hatte auch wenig Spaß, obwohl er den ganzen Tag däumchendrehend auf der Couch lag

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Offen gestanden hatte ich in Neuruppin die Schnauze dermaßen gestrichen voll, daß ich fest entschlossen gewesen bin, in der Tankstelle im Warmen auf den ersten Zug nach Berlin zu warten, scheiß auf die Quali, scheiß drauf, daß es nur noch 70km sind..

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ick bin zu alt für den Scheiß

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Drinnen stellte ich fest, daß ich das Fon mit der DB App noch in der Lenkertasche hatte, und bevor ich mich aufraffen konnte, hatte der Espresso(den es hier endlich gab!) ein Übriges getan:

Ankunft Amstel House 07:27

Bin eben doch ein Randonneur.

Und ich freu mich inzwischen schon auf den 600er nach Kühlungsborn…

Fazit:

Vielleicht sollte man überlegen, den nächsten ARA BB 400er tatsächlich  am Berliner HardRockCafe´zu starten? 😉