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Lanzarote – grün wie immer

27 11 2018

Wann immer ich eine Wüste aufsuche, hat es da grade geregnet und die Wüste ist kaputt

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nicht nur SICH Regen bringt Segen

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Nach einem arbeitsreichen Tag, wir sind von  Costa Teguise über Haria zum

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geschafft!

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Salinas

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Mirador del Rio, dem von Manrique gestalteten Aussichtspunkt im Norden Lanzarotes und zurück geradelt, werden wir dem fast ausschließlich von Spaniern frequentierten Restaurant „Tagoror“ unten im Hotel untreu, obwohl es dort gehobene Kanarische Kost gibt.

Das Lied von den Kinks im Hinterkopf, wollen wir herausfinden, was es im Restaurant Frau Lola  als Abendessen so gibt, zumal wir direkt darüber wohnen, und so die rege Kundschaft dort bis spät erfahren dürfen. (In einer Nacht, nachdem sie dort unten Bierfässer gerückt haben wie toll, träumte ich unter dem Eindruck des Buches „Mordspuren“ von einem viehischen Massenmörder, der in Fässer eingelötete Kinderleichen umherstapelt)

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Abendstimmung

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Mäxx wirft sich in die Brust, bestellt erst Mal Getränke auf spanisch, Wein, Wasser, nein, bitte ohne Kohlensäure und diskutiert anschließend den Fang des Tages mit dem Kellner. Auch Rückfragen werden souverän spanisch pariert. Der Kellner notiert sich freundlich alles, und ich sinke stolz in in meinen Stuhl zurück, als er – nun auf deutsch – freundlich sagt: „Danke sehr.“ und arbeiten geht.

Jeder Tod hat sein Gelächter…  derselbe des großen, roten, beilförmigen Fisches mit den riesigen Augen tut jedenfalls ein Übriges für unser Wohlbefinden, eine Delikatesse!

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Bier & Tapas

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Diesmal war es richtig Urlaub, viel pennen, viel lesen und ständig leckere Schweinereien:

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Calamar – das ist ein äh Tapa…

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Besuche der lokalen Lokale…

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Abklappern verrückter Bergstraßen…

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Naja, so 480km in 10 Tagen sind es trotzdem geworden, vielleicht etwas mehr, als der Arbeitsweg, aber höhenmetermäßig etwas interessanter als OWL.

Mit den beiden CUBE von Roland bei Planet Bikes einfach nur eine Freude.

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Windiges Piratennest

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Wer es mag, sollte sich in Costa Teguise mal an den Indischen Restaurants versuchen, aufgrund der massiven britischen Präsenz dort sind die richtig gut.

Was soll ich über Lanzarote noch viel erzählen, habe ich alles schon einmal,

die Insel ist gerade so groß, daß man am Tag einmal drumzu radeln kann, Radverleiher gibt es überall und für 14 Tage abhauen aus der trüben Jahreszeit sowohl von der Flugzeit als auch preislich immer eine Option.

Also noch ne Anekdote vom Heimflug:

Es hat schon eine ganze Weile gedauert, bis wir endlich auf D und E Platz nehmen konnten, Startzeit ist bereits verstrichen, als die korpulente Esoterikerin, die durchgeistigt lächelnd in ihrem Rollstuhl am Gate saß, nun auf einmal recht behende mit einem Mary Poppins- Popelineköfferchen und einer auch ziemlich großen Tasche den Gang heruntergewatschelt kommt.

F ist noch frei, und neben mir stöhnt es: “ Ich schwör dir, die setzt sich genau hier hin.“

Tut sie auch, freudestrahlend verkündend, daß es nun etwas eng werde, aber sowohl ihre Tasche, als auch die Katze müßten bei ihr bleiben.

„Moment mal,“ sage ich,:“ Ich hab ne Katzenallergie.“ , Ja das täte ihr ja auch leid, das habe sie nicht gewußt, aber man habe sie ja auch nicht informiert und „so sind ja nun mal leider die Fluggesetze“

Begleitet von ständigen Bekundungen, wie toll nett wir doch alle seien und das wir das ja auch schaffen, sowie eines ausschweifenden Abrisses der Reisegründe ihrer selbst, der Katze, des Inhaltes der anderen Tasche ziehe ich auf den freigebliebenen Sitz vor mir um und „Katzelchen“ auf E, damit sie die schwere Tasche endlich unter den Sitz kriegt, während S. ihren konditionierten Katzenhaß höchst professionell im Zaume hält, zumal das Vieh sowieso total abgeschossen ist.

„also, das da in ihrem Buch, das sieht ja aus, wie eine Ansammlung von Trollen, aber wissen sie, ich sehe ja auch nicht so gut, ist das ein interessantes Buch? Das sind aber keine Trolle, oder? …“

(„Mir tut der Hals weh. Die hat mich die ganze Zeit angeglotzt und auf ne Gelegenheit gewartet, mich anzusprechen. Ich mußte immer wegsehen.“)

Endlich erfolgt der esoterische Stilbruch in Gestalt des Stewarts, der ihr den „Meal-Deal Nr 9“ serviert:

Eine Portion Nachos und eine Kanne Bier

Sie nimmt zwei.

Bis Hannover ist Ruhe.

 

Na, denn: PROST


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