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Prometheus – Ein Traum aus Titan

Das war Prometheus

„Stell dir Fahrräder als fahrbare Kunst vor, die das Potential hat, die Welt zu retten. Nicht mehr, und nicht weniger“

Grant Petersen

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Prometheus ist das Ergebnis meiner jahrelangen Erfahrungen auf Langstreckenbrevets, ermöglicht hat mir diese vornehmlich die Firma Lindemann.

Inzwischen habe ich mithilfe der Firma Kom*Sport noch einige Maße an diesem Rad überarbeitet und technisch etwas aufgerüstet.

Es handelt sich um ein sogenanntes „Randonneur

Mit diesem Rad will ich zukünftig meine Langstreckenveranstaltungen bestreiten, es soll wartungsarm und unkaputtbar sein.

Deshalb hat es folgende Ausstattung:

Titanrahmen

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Titangabel (Disc)

Titan ist nicht nur wunderschön, sondern auch leichter als Stahl, aber zäher als Aluminium.

Dieser Rahmen sollte Stürze wie in Hamburg, wo ich 2km vorm Ziel einen Carbonrahmen zerlegte, unbeschadet überstehen, zudem korrodiert Titan nicht.

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Aufgrund meiner schlechten Erfahrungen mit Kettenschaltungen auf Langstrecken bei schlechten Wetterbedingungen (PBP 2007) entschied ich mich für die störungsärmste Variante:

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Die Rohloff Speedhub mit Rohbox und SRAM Rival

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Ein entscheidendes Problem auch beim Reise/Alltagsrad war, daß durch den Drehgriff mit der Zeit Wasser in die Zughüllen der Schaltung eindrang, was einerseits Korrosion begünstigt, und andererseits im Winter das Einfrieren der Schaltzüge zur Folge haben kann.

Zudem ist der Drehgriff bei aller Ergonomie mit nassen, behandschuhten Händen schwierig zu bedienen.

 

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Der Gilles Berthoud Drehgriff

Wunderschön

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stellte für das Randonneur eine genial durchdachte, optisch hinreißende Alternative dar, welche man auch auf einen Rennlenker montieren kann, die genannten Probleme jedoch verstärkten sich aufgrund der offenliegenden Züge und der glatten Oberfläche deutlich.

Da im Sinne der optimierten Sitzposition ein ZIPP Ergo 70 Rennlenker mit kürzerem Vorbau erforderlich geworden war, löste ich dies Problem mittels der GEBLA Rohbox.

Nun habe ich die Hände bei der Fahrt wie am normalen Rennrad mit der richtigen Position am Bremshebel und kann ohne umzugreifen schalten:

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Schaltbremshebel mit verstellbarer Griffweite

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Die Rohbox ermöglichte mir ferner den Einbau einer hydraulischen Scheibenbremsanlage, die der mechanischen nochmals deutlich überlegen ist.

Mein Schrauber verkündete unter Freudentränen, die Umrüstung sei deutlich einfacher, als die originale externe Ansteuerung von Rohloff zu montieren.

Damit diese immer gut an der Kette liegt, verwende ich aus der Downhillszene den

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YESS Kettenspanner

Hält die Kette gleichmäßig am Ritzel

Hält die Kette gleichmäßig am Ritzel

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Akkubeleuchtung ist mir zu unzuverlässig, daher kombiniere ich den

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SON Nabendynamo

edles Kraftei

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mit der „Edellux“, die längst nicht mehr das hellste ist, was der Markt zu bieten hat, aber auf langen Nachtfahrten mit dem weichen Spektrum die Augen schont:

SON Edellux

IMGP0191

formschön und durchdacht

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Das Navigationsgerät versorgt diese Kombi mittels des „Harvester“ auch noch mit Strom, derart zuverlässig, daß man die Leuchte am besten auf Automatik stellt, und vergißt.

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gut geschützt: der Harvester

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Der Harvester erkennt nämlich von selbst, wann der Strom für Licht gebraucht wird, und wann er den innenliegenden Akku laden kann. Aufgrung einer sehr effektiven Ausnutzung der Ladespannung erhält er das Garmin Oregon 600 auch beleuchtet über Tage am Leben.

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Ortlieb Lenkertasche

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Die Lenkertasche beherbergt das aktuelle Carnet (Stempelkärtchen), die Streckenunterlagen und kalorienreiche Sachen, die jedem Magermodel die Tränen des Neids in die Augen treiben dürften.

Leider Gottes dürfen eine Rettungsdecke und ein Beatmungstuch nicht fehlen.

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Schutzkleidung, Wechselwäsche und das, was ich noch an Werkzeug und Ersatzteilen benötigen könnte, beherbergt das

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Und, zu guter Letzt, der – für Randonneure – Oberhammer:

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Schlauch- und Ventillos

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Seit Neuestem fahre ich den TANNUS 28-622 semi slick.

Ein Polymerreifen ohne Luft.

Geht nicht kaputt, rollt prima und spart jede Menge Geraffel.

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Das ist Prometheus nach „Kampfwertsteigerung“

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Nun ist Prometheus endgültig mein Traumrad.

Bis….   ja, bis…..

Wieso eigentlich Prometheus?
Prometheus, Sohn des Titanengeschlechts, war der Freund der Menschen. Er stahl für sie das Feuer und wurde damit bestraft,
daß ihm, an einen Felsen gekettet, Nacht für Nacht die Leber von einem Adler herausgefressen wurde, und dann nachwuchs.
Das Rad ist aus Titan, es ist mein Freund geworden und nicht zuletzt die sich nächtens regenerierende Leber gab den Ausschlag für die Namensgebung. Wo´s die gibt, hab ich aber noch nicht raus….