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kann losgehen

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Angesagt waren drei, vier Tage auf dem Rad im – auch herbstlich – eher gemäßigten Moselland.

Das haute ja schon auf der nur 16km langen Radfahrt vom Bahnhof Gerolstein (da gibt´s echt entweder Sprudelwasser oder Bitburger, wir nahmen Letzteres) zum Schloßhotel Dauner Burg  nicht so richtig hin, es schüttete, aber wir wurden auch reich belohnt:

Der Laden ist nicht jedermanns Preisklasse, aber vom Rad nach einem Sektchen erstmal in die Sauna, dann 5 Gänge übersichtliche, köstliche Teller picken und zu Guter Letzt unterm Dach der Burg schlummern, während draußen die Raben kreisen…  das war toll!!!

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„Vor 20 Jahren hätte ich über Cuvee gesagt: „Stange Zimt rein, Topf und kochen, so lange es geht! Aber diesen serviere ich mit gutem Gewissen.“ (Der Kellner)

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Am folgenden Morgen fuhren wir – nach einem Frühstück, das es ebenfalls an nichts fehlen ließ- dann endlich los: der Plan war, über den „Maare – Mosel- Radweg„, eine stillgelegte und entsprechend entwickelte Bahnstrecke, die Mosel zu erreichen, und dann flußabwärts einfach ein paar Burgen, Dörfer und Weingüter abzuklappern, streßfrei.

Wunschhalt war die Calmont Region bei Bremm, wie praktisch, daß die Schloßchefin die Schwägerin von Stefan Treis, dem Eigentümer des steilsten Weinbergs dort ist.

Die Verkostung hatten wir quasi schon mal vorab erledigt…

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Diese Brücke ist nur noch für Mountainbiker

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In eklig kaltem Regen begannen wir den „Abstieg“ ins Moseltal, von DAUN geht es zunächst einige Zeit bergauf, und später ist es ein erträgliches Auf und Ab, doof sind nur die Stellen, an denen Brücken entfernt wurden, und man in einer Senke eine Straße quert…

Durch spektakuläre Tunnel…

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sogar beleuchtet!

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…vorbei an Viadukten…

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is doch noch gut…

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unter hohen Brücken

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…saust man fast ständig bergab nach LIESER an der Mosel.

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Davor isses ein bißchen doof, weil sie diese beschissene Brücke durch die Moselschleife schießen,

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…für eine Straße ins Nirvana: die neue Moselbrücke bei ZELL

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…und man durch eine riesige Baustelle eiert, das ist auch gut ausgeschildert, aber…

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Wein ist hier auch gut

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…ist vorprogrammiert. Auch mit Tannus.

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erstes Ziel erreicht

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Von da ist es bis Bernkastel-Kues ein Steinwurf, und nachdem wir das Hotel gesehen hatten, mußte ich die Velominata erstmal zum Schoppen führen…

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Fehres Angebot

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…immerhin konnten das „Moselblümchen“ mit deftiger Kost und die Weinstube gegenüber unsere Enttäuschung über das warzige Hotel „Germania“ (mit pakistanischer Bewirtung) abfangen.

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Weistube „Spitzhäuschen

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Der Moselradweg ist schön, immer tendenziell bergab, auch wenn das Wetter nicht so irre war, Sprühregen, aber zumindest gefühlt war es schon deutlich wärmer als in der Vulkaneifel. Die abwechslungsreiche Landschaft mit Wein- und Obstgärten, kleinen Dörfern und Burgen ist ansprechend, und wenn man durstig ist, gibt es viele Gelegenheiten:

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darf man nur nicht hängenbleiben

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Hotel am Markt, Cochem

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Das Hotel in COCHEM erfüllte dann wieder unsere Erwartungen, zumal die dazugehörige Wirtschaft „Zom Stüffje“ keine Wünsche offen ließ. Saumagen ist geil!

Am letzten Tag, bis zum Deutschen Eck, schien sogar mal die Sonne, man konnte Menschen bei der Weinlese in den Steillagen beobachten,

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schwere Handarbeit

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da möchte ich mal mitfahren!

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Stilleben a´la Moselle

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…und die wärmende Sonne machte Lust auf das saisonale Gedeck Federweißer mit Zwiebelkuchen.

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zähfließender Verkehr

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Wie auf dem Weserradweg wurde es aber wegen des schönen Wetters schnell anstrengend, so waren wir froh, uns am letzten Abend kurz hinter dem Deutschen Eck erst Rheinen Wein einschenken zu lassen,

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Blick auf Festung Ehrenbreitstein

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um anschließend mit Freunden aus Kuba ein fröhliches Wiedersehen zu genießen:

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Danke für eure Geduld, aber die Zeche war ja auch ok…

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Fazit:

Für ein paar Tage frei ist der Moselradweg unter der Woche eine gute Möglichkeit, auszuspannen, weil mit der Bahn schnell zu erreichen. Ich rate zur empfohlenen Route, weil man abwechslungsreiche Landschaft sieht, und DAUN sowohl von GEROLSTEIN als auch von COCHEM aus mit Shuttlebussen für Radler zu erreichen ist. Für Kletterer gibt es eine Vielzahl von gut ausgeschilderten Abstechern.

Wer schneller unterwegs ist, kann auch mit dem RE von KÖLN bis TRIER durchfahren, die Bahnfahrt an sich ist ein Erlebnis, stellenweise erwartet man, daß Indianer neben dem Zug hergaloppieren…

Hinweise und geführte Touren gibt es bei Reinhard Schreiner

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