BRM 600 ARA HH – richtig zum Zuge gekommen….

Spät schreibt er, aber er schreibt…

Zum 10jährigen Jubiläum als Randonneur ergab sich dann endlich mal wieder die Gelegenheit, in Hamburg, der Wiege der deutschen Randonneure und meiner selbst als Randonneur einen 600er zu beginnen.

Am Vorabend saß ich entspannt und gut gesättigt mit einem Craftbeer am Millerntor und konnte den eindrucksvollen Auftritt der Hamburger “Critical mass” bewundern.

das ist schon kritisch!

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Bestimmt eine halbe Stunde war die Reeperbahn dicht!

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lecker Bierchen

 

Am nächsten Morgen startete ich dann mit der ersten Gruppe in den herrlichen Morgen.

Die waren die schnellen Jungs und demzufolge dann auch schnell weg.

Ohne Track(Rechnerschaden) mühte ich mich mit dem Zettelwerk aus der Stadt Richtung Nordosten, Richtung OSTholstein, wo die Straßen so sind, wie es das Attribut “OST” erwarten läßt.

Garnicht lange, da tauchte die zweite Startgruppe auf, als ich wieder etwas irritiert auf eine Kreuzung herumkreiste, “Bleib mal besser bei den alten Herren”, knarzte Claus im Vorbeifahren…

naja, auch die alten Herren waren dann irgendwie bald verschwunden und so wurde es eine schöne Reise durchs frühsommerlich warme Schleswig:

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romantische Seen

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“Spätstück” in Reinfelden

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Irgendwie lief es aber nicht rund, überhaupt nicht, ich hatte meinen Spaß, aber es ging nicht voran.

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Hohwacht, Ostsee

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An der ersten Kontrolle war mir eigentlich schon klar, daß das Ganze eine nette Radtour, aber kein 600er Brevet sein würde, zumal ich gerade die Küste herunter das Aufkommen von automobilen Brückentagstouris als anstrengend empfand.

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In Dahme hab ich dann mit Oberschenkelkrämpfen den Anker geworfen.

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milde Gabe

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Mit einem vom Wirt bereitgestellten Lunchpaket radelte ich dann am folgenden Morgen parallel zum Strand nach Neustadt in Holstein, wo die Wartezeit im Bahnhof genau reichte, um das Tourende mit einem kalten Holsten zu begießen.

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zum Zug gekommen

 

Zum Zug gekommen ist dann leider auch noch jener Zeitgenosse, der sich in Rotenburg meinen Trinkrucksack mit der Kamera gekrallt hat, während ich einer Radtouristin aus dem Zug half.

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Insofern hätte ich den Bericht auch nennen können:

“Außer Spesen nix gewesen”

Aber das trifft es nicht, denn, obwohl ich nix gerissen habe, war es eine schöne Fahrt.