Kurban bayrami

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Kein Wunder, dass das Schlitzohr so zuvorkommend war: hier ist Opferfest, das heißt, der Muselmann flippt im Kollektiv vier Tage lang aus. Der wollte morgens in die Moschee. Für mich bedeutet dies einen ernstzunehmenden Versorgungsengpaß: hier arbeitet niemand. Also muß ich in Richtung der großen Tourizentren ausweichen, sonst gibt’s nix zu essen.

Ich bin in NIG(DE, hier war eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang Schicht. Einfach Schicht. Jetzt ist überall Party, aber nicht für den Giaur. Sie sehen mich wohl auch nicht als bedürftig für einen Anteil am Opferlamm. Aber ich hatte auch ein schönes Erlebnis, als ich morgens um halb neun ins Dorf kam, bot mir ein altes Mütterchen Süßigkeiten an und ein junger Bursche Kölnisch wasser. Dann durfte ich allein in der unterirdischen Hethitherstadt rumklettern. Dann eine Riesentour durch Kappadokien über Tage, das ist ja ein Lanzarote für Große. Ein Kegel folgt dem nächsten. Es ist so groß, daß man nicht ständig vor lustigen Tuffmützen steht, die muß man schon suchen. Weil ich ja schon meine Stadt hatte, hab ich mir dann DERINKUYU geschenkt, zu viele Touris, macht keinen Spaß. Nun steht vor mir schon der Taurus. Den pack ich mir morgen früh. Wetter war ein Traum.

Äh, ich glaub, ich weiß jetzt auch, warum das Hotel so billig ist…