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Titan als Werkstoff – Mythos und Praxis

Bei Dré San kommt nur bestes Aerospace Titan mit der Legierung Ti3Al2.5V zum Einsatz. Was für Luft- und Raumfahrt Standard ist, kann für anspruchsvolle Radler nur besser sein.

Ob es der unverfälschte Werkstoff ist, die extreme Zähigkeit des Materials oder die pure metallische Ästhetik: Das Metall Titan zieht jeden in den Bann und fasziniert augenblicklich, sobald man damit in Berührung kommt. Kein anderes Material oder Metall besitzt die physikalischen Eigenschaften wie das 22. Element des Periodensystems. Und selbst wenn in ferner Zukunft neue Werkstoffe geschaffen werden sollten, müssen sich diese noch immer an Titanium messen lassen.

So unterschiedlich die Eigenschaften, so unterschiedliche sind auch die Einsatzgebiete von Titan als Rahmenmaterial im Fahrradbau. Gewichtsfanatiker kommen ebenso auf ihre Kosten wie Puristen, Pflegemuffel, Off-Road-Biker, komfortorientierte Fahrer oder Vielfahrer.

Im Vergleich mit den anderen gängigen Metallen Stahl und Aluminium liegt Titan vom spezifischen Gewicht zunächst hinter Aluminium, ist aber deutlich leichter als Stahl. Der vermeintliche Gewichtsnachteil gegenüber Aluminium wird aber durch eine bedeutend höhere Zähigkeit wieder ausgeglichen.

Simpel ausgedrückt bedeutet dies, dass man Rahmenrohre aus Titanium ohne Stabilitätsverlust einfach dünner fertigen kann, um die gleiche Stabilität und Haltbarkeit im Vergleich zu einem Aluminium- oder Stahlrahmen zu erhalten. Als eines der wenigen Metalle überhaupt kann bei Titan auf eine Oberflächen-Versiegelung (z.B. durch Lack oder eine Eloxalschicht) gänzlich verzichtet werden, da Titan automatisch eine sehr widerstandsfähige und stabile Passivschicht aufbaut. Diese Oxidschicht sorgt nicht nur dafür, dass Sie sich an dem puren Metall immer wieder aufs Neue Sattsehen können, sondern auch dafür, dass ein Titanrahmen von Dré San sich keinerlei Gedanken über schädliche Umwelteinflüsse zu machen braucht. Titan kennt praktisch keine Korrosion.

Auch Kohlefaser als neuster verfügbarer Werkstoff braucht Titan als Konkurrenz nicht zu fürchten. Vor allem bei der Frage der Dauerbelastung, Steinschlagschäden und Materialermüdung liegt Titan ganz klar vorne.

Nicht dass wir Kohlefaser verteufeln möchten – In einigen Anwendungsbereichen ist Kohlefaser durchaus sinnvoll – Doch Kohlefaser-Bauteile müssen mit höchster Präzision und unter genausten Fertigungsbedingungen hergestellt werden. Wir haben da bei Massenprodukten aus Asien so unsere Zweifel. Außerdem sollten Besitzer von Kohlefaserteilen immer wissen, dass praktisch jedes Teil nach einer festgelegten Betriebsstundendauer ähnlich wie ein Flugzeugbauteil ausgetauscht werden muss – auch ohne äußerlich erkennbare Schäden. Kohlefaserteile werden nach wenigen Jahren „weich “. Bei Titan entfällt diese kostspielige Revision.

Getreu unserer Devise, dass zum Erreichen des Optimums an Effizienz möglichst nur ein Minimum an Aufwand eingesetzt werden sollte, ist Titan als Werkstoff für viele Anwendungsbereiche perfekt, läst sogar kaum Platz für andere Alternativ-Materialien. Heutzutage wird dies umso bewusster, da man bei anderen vermeintlichen „Wundermaterialien “ auch langsam die ersten Schattenseiten verstärkt wahrnimmt.