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rikscha-kuli.de: Landpartie Bückeburg – aus der Kneipe geflogen

Es fing so schön an:

Wie jedes Jahr fuhr ich trainierenderweise auf der  – auch diesmal gelungenen Landpartie Bückeburg mit den Fahrradrikschas umher, und zeigte fröhlichen Menschen unsere schöne Stadt:

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flott zum Bahnhof

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Kurz vor Ende wurde es dann etwas ungemütlich in besagtem Städtchen,

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Sommergewitter

und ich nutzte eine Pladderpause, um die Rikscha zu meiner Garage zu bringen, damit auch ich dann die 16km nach Hause noch einigermaßen trocken schaffen konnte.

Auf meinem Weg hielt ich noch einmal kurz an, hatte ich doch vor einer bekannten Bückeburger Musikkneipe das Fahrrad meines Freundes Uwe erspäht, für den ich noch etwas in der Tasche trug.

Kaum abgestiegen, forderte mich die – vor dem Lokal mit einem Besen beschäftigte – Wirtin in jenem prägnanten Singsang der unbeugsamen Gallier auf, meine Rikscha (auf welcher sich, wie immer, die Werbung eines (deutlich entspannteren) Mitbewerbers befindet) vor ihrem Lokal zu entfernen.

Rückblende:

2011

Uwe sitzt vor jenem Lokal, ich bringe die Rikscha auf der Straße zum Stehen, weil wir noch etwas zu besprechen haben. Freundlich von der Kellnerin begrüßt, bestelle ich mein Bier, um Sekunden später von besagter Wirtin in eben jenem unverkennbaren Singsang gemaßregelt zu werden, Zitat:

” Du kannst nischt vor meine Laden Wärbung machen für eine andere.”

Damals verließ ich aus dem Kreise etlicher kopfschüttelnder Gäste das Lokal, wortlos.

2017

Diesmal antworte ich nur knapp – weil sofort im Bilde – daß ich Uwe etwas geben wolle, ob er da sei, ich sei sofort wieder verschwunden, worauf die Wirtin bockig antwortet:

“Isch weis nischt”

Ich aber, denn Uwes Mopped steht ja da, also marschiere ich rein, gebe ihm sein Ding und erkläre, ich müsse sofort wieder weg, mein Fahrzeug sei wieder moniert worden.

An der Theke entgleisen etlichen Gästen die Gesichtszüge.

Dem Wirt nicht.

“Ich gehe dann mal,” sage ich noch, “bevor das Ding gleich brennt. Und ich denke, ich gehe hier zum letzten Mal.”

Sieht aus, als ob dreißig Jahre Beruf nicht aus jedem einen Profi machen.

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Auf dem Heimweg, im Regen werde ich schon wieder versöhnlich:

Damals, 2015, fegte sie auch vor der Kneipe herum.

Vielleicht isses ja der Besen….

»In die Ecke,
Besen, Besen!
Seids gewesen.
Denn als Geister
ruft euch nur zu seinem Zwecke,
erst hervor der alte Meister.«

                       Johann Wolfgang von Goethe

Wann kommt der Meister denn zurück?

“Bikefitting” retrograd – eine interessante Idee…

schwer verspannt

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Liebe Freunde, ihr mögt Euch erinnern:

Mäxx war im Frühjahr bei KOM*SPORT zum “Bikefitting”, einer von diesen Anglizismen, die ich ja eigentlich verabscheue, aber sonst weiß ja keener, wovon ich rede…

Vor ein paar Tagen wollte ich dann mal wieder die alten Latschen anziehen, die Jungs da empfahlen mir ja auch CUBE Carbonschuhe, welche sich exzellent bewähren, und weil die Solestar da sehr stramm drinsitzen, und ich ja in den Gartenstiefeln irgendwie noch ein Paar olle Einlagen gefunden hatte, dacht ich mir: “Dann nimmste halt die.”

Geile Idee.

Nach ein paar km fing ich dann mal an richtig Druck zu geben, und schau mal an:

auf einmal tut der linke Ballen weh.

paar km weiter das linke Knie.

noch´n paar km die LWS, linksbetont.

Und seit ich wieder zuhaus bin, ist der linke Latissimus steinhart und in der linken Hand kribbeln kleiner-  und Ringfinger.

Wußte garnicht mehr, wie das ist,  obwohl das früher eigentlich immer so war.

Fazit:

Vielleicht sollte man einfach GLEICH jemanden fragen, der sich auskennt.

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Ach, und die alten Einlagen:

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sind wieder raus…

BRM 600 ARA HH – richtig zum Zuge gekommen….

Spät schreibt er, aber er schreibt…

Zum 10jährigen Jubiläum als Randonneur ergab sich dann endlich mal wieder die Gelegenheit, in Hamburg, der Wiege der deutschen Randonneure und meiner selbst als Randonneur einen 600er zu beginnen.

Am Vorabend saß ich entspannt und gut gesättigt mit einem Craftbeer am Millerntor und konnte den eindrucksvollen Auftritt der Hamburger “Critical mass” bewundern.

das ist schon kritisch!

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Bestimmt eine halbe Stunde war die Reeperbahn dicht!

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lecker Bierchen

 

Am nächsten Morgen startete ich dann mit der ersten Gruppe in den herrlichen Morgen.

Die waren die schnellen Jungs und demzufolge dann auch schnell weg.

Ohne Track(Rechnerschaden) mühte ich mich mit dem Zettelwerk aus der Stadt Richtung Nordosten, Richtung OSTholstein, wo die Straßen so sind, wie es das Attribut “OST” erwarten läßt.

Garnicht lange, da tauchte die zweite Startgruppe auf, als ich wieder etwas irritiert auf eine Kreuzung herumkreiste, “Bleib mal besser bei den alten Herren”, knarzte Claus im Vorbeifahren…

naja, auch die alten Herren waren dann irgendwie bald verschwunden und so wurde es eine schöne Reise durchs frühsommerlich warme Schleswig:

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romantische Seen

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“Spätstück” in Reinfelden

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Irgendwie lief es aber nicht rund, überhaupt nicht, ich hatte meinen Spaß, aber es ging nicht voran.

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Hohwacht, Ostsee

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An der ersten Kontrolle war mir eigentlich schon klar, daß das Ganze eine nette Radtour, aber kein 600er Brevet sein würde, zumal ich gerade die Küste herunter das Aufkommen von automobilen Brückentagstouris als anstrengend empfand.

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In Dahme hab ich dann mit Oberschenkelkrämpfen den Anker geworfen.

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milde Gabe

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Mit einem vom Wirt bereitgestellten Lunchpaket radelte ich dann am folgenden Morgen parallel zum Strand nach Neustadt in Holstein, wo die Wartezeit im Bahnhof genau reichte, um das Tourende mit einem kalten Holsten zu begießen.

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zum Zug gekommen

 

Zum Zug gekommen ist dann leider auch noch jener Zeitgenosse, der sich in Rotenburg meinen Trinkrucksack mit der Kamera gekrallt hat, während ich einer Radtouristin aus dem Zug half.

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Insofern hätte ich den Bericht auch nennen können:

“Außer Spesen nix gewesen”

Aber das trifft es nicht, denn, obwohl ich nix gerissen habe, war es eine schöne Fahrt.

Du bist ein richtiger Radfahrer, wenn

… du mit deinem Elektromopped in den RE steigst, “Die Zeit” aus dem Umhängetäschchen ziehst,

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gewagte Rasur

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… und noch nicht einmal die Zeit hattest, von “knielang – Tennissocke” auf “kurz – Footie” umzustellen.

Du bist ein richtiger Radfahrer, wenn…

Sachen gibt es….

…du ” Auf dem Rade”  bist.

Du bist ein richtiger Radfahrer, wenn…

superschnell

 

…. du einen wirklich schnellen Rechner hast.