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Via Claudia 2.0 – App gefahren bis Venedig

Vom Römerlager an der Porta Westfalica auf den Wegen, welche die Legionäre vor 2000 Jahren zu uns geführt haben.

Die Tour ist mir nicht neu, vor 16 Jahren wollte ich mit dem Rad die Alpen überqueren, schaute mir das auf der Karte an und stellte irgenwann fest, daß Germanen und Räter diese Pfade schon lange vor den Römern kannten:

Die Via Claudia

Die Via Claudia Augusta

Deshalb 2.0

Und, die Wiederholung entstand aus der Idee, mit dem Tandem + Bobtrailer diese Reise zu zweit zu wiederholen.

Landsberg am Lech

in Landsberg am Lech

auch deshalb 2.0

Und noch wegen einiger anderer Dinge: 2.0

Zur Unterstützung hatten wir die App der Webseite Via Claudia plus heruntergeladenem Track. Später kam der bikeline Reiseführer „Via Claudia“ vom Verlag Esterbauer, den wir uns in Füssen besorgt haben, um die Schwächen der App auszugleichen, hinzu. Es bringt halt nix, ohne eine brauchbare Karte unterwegs zu sein, das GPS ist hilfreich, aber nur ein Anhalt.

R1 Hessen

IMGP2633R1 Hessen – Ausschilderung

Hann.Münden – Rotenburg/Fulda

erstmal ein kaltes...

erstmal ein kaltes…

Nachdem wir uns in Kassel noch hatten „franzen“ lassen, folgten wir ab dort fuldaaufwärts der Ausschilderung des R1, wobei mir schnell ein großer Vorteil des Tandemreisens offenbar wurde: während ich mit dem schweren Geschoß und dem nicht immer optimalen Gelände kämpfte, kamen von hinten immer rechtzeitig Hinweise, wo die nächsten Schilder zu sehen waren, sodaß es flüssig voran ging. Vier Augen sehen halt mehr als zwei.

Bei schwülen 29° rollten wir bis Rotenburg auf den Campingplatz, auf welchem ich schon 2000 meine erste Rast gemacht hatte, mit neuer Bewirtung und geschlossener Küche.

UFO Alarm

UFO Alarm

Während wir unterzogen und Pizza vom Bringdienst mampften, begann es zu schütten.

 

Rotenburg/Fulda – Fulda

Morgens dann flink die nassen Brocken verpackt, und mit der Vorbereitung des ortsansässigen Fahrradverleihers auf nach Göttingen, zum ersten Retter in der Not:

Ist schon klasse, wenn man im Laden steht, der Schrauber die Arbeit von einer Woche krank vor sich herschiebt, und dann -mal eben- 2.0Innenlager und ne gerissene Speiche austauscht.

FETTES DANKESCHÖN !

Dom zu Fulda

Dom zu Fulda

In leichtem Gestippel erreichten wir dann noch FULDA, wo wir ohne Umschweife feste Unterkunft bezogen, denn:

Während wir einzogen, begann es zu schütten.

wir dann auch....

wir dann auch….

Fulda – Rhön – Gemünden/Main

(In der Rhön war´s nicht schön)

Nachdem wir in der bike box am Stadtrand noch schnell Gamaschen für tabula-raserin besorgt hatten, da es nämlich immer noch goß, wie aus Eimern, gab es den ersten Härtetest:

immer lächeln...

immer lächeln…

Sowas wie die Rhön hatten wir nicht geübt, nicht mit voller Beladung, und-

20160524_133549

schon garnicht bei so einem Scheißwetter:

Blindfluch

Blindfluch

 

Nach wackerer Schinderei, wir hatten in OBERZELL den R1 verlassen, und folgten nun dem R2,

fanden wir dann den – Verzeihung – DIE Sinn

Sinntalradweg

Sinntalradweg

und folgten dem Sinntalradweg bis Gemünden am Main. Irgendwann erinnerte ich mich auch wieder, daß die Rhön ja keine Wetter- sondern eine Wasserscheide ist.

Der Radweg ist idyllisch, aber mit viel Gepäck schwierig, da ein großer Teil die geschotterte Wartungsweg der ICE Trasse ist, der auch recht „wellig“ verläuft.

Man kann auch die Straße nehmen, aber die war vor 16Jahren irgendwie ruhiger….

fränkisch deftig

fränkisch deftig

ging es im Gasthof zur Linde zu, den wir ohne Umschweife aufsuchten, um den

zu begehen, denn:

der arme Poet

der arme Poet

 

bis wir eingezogen waren, schüttete es ununterbrochen

Gemünden/Main – Creglingen

Schnellstrecke Mainradweg flußaufwärts

Espresso Doppio

Espresso Doppio x 2 (auch wegen dieses Standards: 2.0), Gemünden

 

Würzburg

Würzburg

 

schon wieder 2.0

schon wieder 2.0

 

Top Hilfe

Top Hilfe

gab´s diesmal im Erthal Sozialwerk

Dort haben uns die Schützlinge der Stiftung mit solcher Freude wieder flottgemacht, daß es uns schier die Tränen in die Augen trieb.

Weizen, hell (auch 2.0)

Weizen, hell (auch 2.0) in Ochsenfurt

 

Hier fiel, wie damals, die Entscheidung:

Anbindung zum Radweg "Romantische Straße" Würzburg - Füssen

Anbindung zum Radweg „Romantische Straße“ Würzburg – Füssen/ Taubertalradweg

 

alte Bahnstrecke über die Alb

alte Bahnstrecke über die Alb

Spät, aber trocken erreichten wir dann Creglingen, eine Oase der Stille im Taubertal.

Gute Nacht

Gute Nacht

 

 

Creglingen -Dinkelsbühl

 

Kunstexkurs

Kunstexkurs

Das „Muß man sehen“ in Creglingen ist der Jahrhunderte alte geschnitzte

Altar von Tilman Riemenschneider

in der dortigen Herrgottskirche im Herrgottstal.

Haben wir auch, und dann, noch vor dem ersten Touribus:

 

 

2.0

2.0

Die Tauber

Die Tauber

Mittach in Rothenburg o.d.T

Mittach in Rothenburg o.d.T

 

Schilderwald

Wer die Wahl hat…

 

20160526_193547

Campen am Rande von Dinkelsbühl

Wäsche gewaschen und getrocknet. Aber Zelt war ja noch naß und morgens wieder.

Insofern die Plünnen dann auch….

Dinkelsbühl – Donauwörth

es quillt schon wieder

es quillt schon wieder

Den Campingplatz in Dinkelsbühl verließen wir früh, ein paar Besorgungen und ein entspanntes Frühstück in der Innenstadt später folgten wir weiter der romantischen Straße über

Nördlingen

Nördlingen

bis es sich so zugezogen hatte,

auf der Flucht

auf der Flucht durchs Ries

 

daß wir in HARBURG(Schwaben) erstmal einen Guß aussitzen konnten

Regenpause

Regenpause

 

Mal von dem Platten auf den letzten 5km abgesehen, und 2.0 Speichen,

Kanuclub Donauwörth

Kanuclub Donauwörth

 

erreichten wir das Ziel dieses Abschnittes ohne besondere Probleme, und nahmen

die Gastfreundschaft der Kanuten vor Ort gerne an.

Dem Umstand, daß dort Eichen stehen, (rechter Bildrand), schenkten wir keine Beachtung.

nächste Runde in Sicht

nächste Runde in Sicht

 

sah gestern noch anders aus

der sah gestern noch anders aus

 

Was es mit dem extrem lauten Knall im nächtlichen Gewitter auf sich hatte, begriff ich erst morgens.

Wieviel Glück wir gehabt haben, noch viel später…

Nachts hat´s geschüttet…

Die Via Claudia Augusta

 

Donauwörth – Landsberg

In Donauwörth schalte ich die Navigation des heruntergeladenen Tracks der App ein und freue mich: an jeder Ecke piept´s, damit du den Weg findest. Schnell stellt sich jedoch heraus, daß der Track nicht unbedingt mit den Beschilderungen identisch ist. Und es geht gleich mit Schikane los:

Schilderwald

Schilderwald

 

Engstelle

Engstelle

Zuvor hatten wir noch bei einem wenig ambitionierten Radladen Reifen und Speichen gebunkert, den Brotsack gefüllt und die App gestartet, welche uns schonmal darauf vorbereitete, daß in den Lechwiesen der Radweg grob geschottert worden war.

Schön war´s trotzdem

Schön war´s trotzdem

 

äh - wie jetzt

äh – wie jetzt???

von den radwegtypischen Problematiken abgesehen,

Edelstoff in Augsburg

Edelstoff in Augsburg

und dem Aussitzen eines leichten Regens mit heftigem Grollen im Westen.

Wir sind dann mit der nächsten Front in Landsberg ins Hotel.

Es hat die ganze Nacht geschüttet

 

Landsberg – Lechbruck

 

sonniger Morgen in Landsberg

sonniger Morgen in Landsberg

 

Ab Landsberg, das wir in strahlendem Sonnenschein verließen, wurde die Via Claudia dann richtig präsent, mit Hinweisen, kleinen Museen, und Tafeln

Straßenbaumodell

Straßenbaumodell

 

eine tabula rasa

eine tabula rasa

 

auch ein Römer?

auch ein Römer?

Durch hügeliges Gelände ging es auf größtenteils asphaltierten  Straßen unter dunklen Wolken

zieht sich zu

zieht sich zu

 

Bayrische Rindviecher

Bayrische Rindviecher

den Lech entlang, bis wir am Horizont die Alpen entdeckten:

da sind se...

da sind se…

 

da auch....

da auch….

Ziel war zwar Füssen, aber in Lechbruck wechselten wir dann im urigen

 

nach der Weizen 2.0 Pause nur noch die Sitzplätze.

so ging es dann die ganze Nacht

so ging es dann die ganze Nacht

 

Lechbruck – Füssen

Mal abgesehen davon, daß die Landschaft ergreifend schön ist,

IMGP2760

Neuschwanstein im Regen

 

Die alte Via schon unter Wasser

Die alte Via schon unter Wasser (das waagerechte Gekrissel)

 

Füssen im Regen

Füssen im Regen

fuhren wir nur 42km und packten das Zelt im Gepladder wieder ein, um ins Hotel zu gehen.

Es wuchs die Erkenntnis, daß man sich mit 50+ nix mehr beweisen muß…

ätzend

ätzend

Es schüttete die ganze Nacht

Füssen – Fernpaß – Tarrenz

 

Lechfall, Füssen

Lechfall, Füssen

Ich war etwas angespannt, weil schon wieder schwarzes Wolkenzeuchs anfuhr, aber das Bild am Lechfall haben wir uns nicht nehmen lassen, bevor wir – die Originalstrecke der Via Claudia nutzend – uns Höhenmeter um Höhenmeter auf Schotter den Fernpaß hinaufkämpften:

Schotter

Schotter

 

Bäche

Bäche

 

Sturzbäche

Sturzbäche

 

Erdstürze

Erdstürze

 

düsterer Tann

düsterer Tann

Nach 4 Stunden Schwitzen, Keuchen und Fluchen war es geschafft:

Fernpaß

Fernpaß, Via Claudia

Dies Bild war kaum gemacht, als uns die Wolke einholte, vor der wir die ganze Zeit herfuhren. Die folgende Abfahrt Richtung TARRENZ fand in einem epischen Regenguß statt, weshalb wir uns für die Straße entschieden haben. War in der dicken Spurrille auch nicht lustig.

Die beiden alten Herren aus Füssen haben wir übrigens dort oben nicht gesehen, wohl aber in Pfunds.

Und den Niederländer mit diesen Reifen schon garnicht....

Und den Niederländer mit diesen Reifen schon garnicht….

Ehrlich Leute, auch auf Asphalt: ein Paß ist kein Deich!

 

Im Tal ging es dann klatschnaß, aber stolz, weiter, bis wir

Via Claudia, Originalstrecke

Via Claudia, Originalstrecke

 

extensive Viehzucht: du bist mit den Viechern im Zaun

extensive Viehzucht: du bist mit den Viechern im Zaun. gewöhnungsbedürftig….

 

Der nächste Brocken kommt...

Der nächste Brocken kommt…

 

Bis wir TARRENZ in der Abendsonne liegen sahen. Bei Anni Kiechl kamen wir unter,

danach begann es zu schütten….

Tarrenz – Pfunds

Auf dem Weg nach PFUNDS, dem Einstieg zum Reschenpaß, wollten wir den Sonnigen Morgen nutzen, und dort zügig hin, um vor dem Wechsel ins sonnige Italien noch einen halben Tag die Füße hochzulegen.

Stattdessen konnten in IMST die Schrauber von Paul Davies  bike&run

zu unserer finalen Arschrettung schreiten:

uuuups...

uuuups…

War teuer und hat uns Zeit gekostet, aber schneller konnten sie es unmöglich erledigen. Danke für die viele Telefoniererei und die postwendende Hilfe!

Den

eingraviert

eingravierten

 

IMGP2792

Wagenspuren

 

den Inn entlang

den Inn entlang

 

über Brücken

über Brücken

 

talaufwärts folgend

talaufwärts folgend

 

… gelangten wir viel zu spät in Pfunds zur Pension St Lukas 

Dort genossen wir regionalen Wein und Pizza im Ort und sanken ins Bett, während der tosende Inn unter unserem Balkon

das Rauschen des nicht endenwollenden Regens übertönte…

Pfunds – Reschenpass – Schleis

Aus dem touristischen Ort

Aus dem touristischen Ort

 

an der Via Claudia

an der Via Claudia

folgten wir am folgenden Morgen weitestgehend der Originalroute über die Hauptstraße nach Nauders, weil wir nicht gewillt waren, einen weiteren Defekt auf irgendwelchen geschotterten Serpentinen zu riskieren.

vor 16 Jahren noch...

vor 16 Jahren noch…

Die alte Straße ist weg, diverse gute Tunnel liegen nun auf dem Weg, mit einem Tandemgespann auch nicht eben toll.

alt und modern

alt und modern

Die Baustellenampeln bis Festung Nauders halfen, weil wir immer vor den Tunnels den letzten Wagen des Gegenverkehrs abwarten konnten, um dann bis zum nächsten Tunnel genug Luft und Platz  zu haben.

Großbaustelle

Großbaustelle

Hier sprachen sich die Sperrposten per Funk ab, sodaß wir unbehelligt alleine durch die Baustelle fahren durften.

Danke!

Atemberaubende Ausblicke

Atemberaubende Ausblicke

 

sind eher selten geworden, das hab ich anders in Erinnerung. Tempus fugit…

Reschenradweg

Reschenradweg

 

Auf dem inzwischen gebauten Radweg überquerten wir dann problemlos die Paßhöhe

geschafft

geschafft

 

und sausten in RESCHEN an dem berühmten Kirchturm im Stausee vorbei:

Reschensee

Reschensee

 

Hier oben beginnt der Etschtalradweg, teilweise identisch mit der Via, zum Teil exzellent, zum, Teil geschottert, geht es bergab, aber nicht so schnell wie die Straße, sodaß wir durch viele urige Tiroler Dörfer kamen, bis Schleis.

 

Etschtalradweg

Etschtalradweg

 

Dort gab es eine tolle Pension und Gastronomie (Tiroler Knödel tris – alles Andere als tris-t)

schüttete bis zum Morgen

schüttete bis zum Morgen

Schleis – Terlan

Via ciclista Fiume Adige

Via ciclista Fiume Adige

 

Der anschwellenden Etsch folgten wir, vorbei an

gepanzerten Ziegenställen

gepanzerten Ziegenställen

 

romantischen Marktplätzen

romantischen Marktplätzen

 

Wetter zu schlecht

leider Wetter zu schlecht…

 

bis zur Yeti – Hochburg Schloß Juval in NATURNS

Messners Burg

Messners Burg

 

 

 

In der Radbar erhielten wir einen super Hinweis für die Reise, dann ging´s

weiter bis

weiter bis

 

Terlan

Terlan

Die In – Eisbar des Dorfes ist für müde Radler etwas unruhig, aber die Aussicht und das Personal waren toll. Und die eigenwillige Wirtin im Gasthof um die Ecke war auch was Besonderes…

Nachdem wir eingezogen waren, schüttete es die ganze Nacht…

Terlan – Rovereto

Nu wollten wir dann aber auch endlich mal an den sonnigen Gardasee,

weiter geht´s

weiter geht´s

 

 

mal was Neues

mal was Neues

 

Bozen

Richtung Bozen

 

Trient

Trient

 

 

Meran

und Rovereto

 

wo uns der Regen mal VOR der Unterkunft erwischt

da hinten wird´s schon hell...

da hinten wird´s schon hell…

 

 

 

Praktisch am Radweg gelegen und total nette Leute…

wollten nur ein Bier...

wollten doch nur ein Bier…

Radwege nach Venedig

Rovereto – Passo Sta. Lucia – Sirmione

Casa Todesco

Casa Todesco

 

historische Innenstadt

historische Innenstadt

 

prähistorisches Tandem

prähistorisches Tandem

 

weiter zur Etsch

weiter zur Etsch

 

 

die echt Wasser führt

die echt Wasser führte

 

in MORI rechts ab

in MORI rechts ab

 

hier verlassen wir endgültig die Via Claudia

der schlimmste Paß von allen - wegen der 150 Radtouris auf Ebikes

der schlimmste Paß von allen – wegen der 150 Radtouris auf Ebikes

 

dann endlich das Urlaubsziel:

DER GARDASEE

DER GARDASEE

Zur Feier des Tages begann es zu schütten

Sirmione – Verona

Sirmione ist dann ja ganz nett, wir blieben zwei Nächte auf dem Campingplatz,

in der ersten Nacht regnete und donnerte es

aber am folgenden Tag besichtigten wir das kleine Städchen und ruhten uns am Wasser aus:

Castell Sirmione

Castell Sirmione

 

Hafen

Hafen

 

bis auf Unterbrechungen

bis auf Unterbrechungen

 

ein herrlicher Tag

ein herrlicher Tag

 

im Grünen

im Grünen

 

und der Sonne

und der Sonne

 

bis zur trockenen Nacht

bis zur trockenen Nacht

 

Am nächsten Morgen suchten wir über PESCHIERA den Abfluß des Gardasees nach Süden auf, da sind fast nur Radwege , oder die Straßen sind leer, und schon bald führte unser Weg uns durch herrliche Weingärten, es ist eine Weinstraße für Radler,

soave et al.

Soave et al.

 

welche nahtlos in eine Radfahrstraße nach VERONA übergeht, auf welcher wir auf zweispurigen Radwegen direkt ins Zentrum der Stadt vorstießen,

Ponte Vittoria

Ponte Vittoria

und unweit der Torre dei Mezzi unsere Unterkunft für diese Nacht fanden:

 

Antikmöbelmuseum

Antikmöbelmuseum

 

Erstklassig ausgestattet

Erstklassig ausgestattet

 

Der Wirt bot uns jede erdenkliche Unterstützung an, das Tandem war sicher, das Zimmer opulent.

Unser Favorit auf dieser Reise.

Captain´s dinner

Hmmmm.... mit dem Dantem?....

Hmmmm…. mit dem Dantem?….

 

Wie auf so vielen meiner Reisen feierte ich meinen Geburtstag in der Fremde,

erstmal Proseccochen an der neuen Oper

Prost

Prost

 

Tatar von Thunfisch und Garnelen

Tatar von Thunfisch und Garnelen

 

und später gab es feinstes Freßchen im Antica Torretta am österreichischen Konsulat.

unter duftenden Linden am Fluß

unter duftenden Linden am Fluß

 

beschlossen wir diesen Tag, an dem es vor Allem eines nicht tat:

obgleich ich angesichts des Etschhochwassers dachte, „das meiste von dem Wasser haste schonmal gesehen…“,

hatte es nicht geregnet….

 

Verona – Este

Nach kurzem Geirre über Einbahnstraßenregelungen verließen wir auf der Ausfallstraße Richtung Osten  parallel zur Autobahn A4 die Stadt. In der zuvor mal erwähnten „Radbar“ hatten wir den Hinweis erhalten, daß es wesentlich entspannter ist, durch die Poebene nach Chioggia zu radeln, (und flach), und von dort aus per Fähre und Radweg über Lido den Bahnhof von Venedig zu erreichen.

Wir bestätigen dieses.

Ich bin zu bequem gewesen, den Anschlußradweg in Verona auszubaldowern, zumindestens aber kamen wir gut raus, kaum im Großraum PADUA, reisten wir auf einem großzügigen Radwegenetz, das wohl nur etwas wenig frequentiert wird. Sehr schade drum….

auch die "coperta" fällt auf dem Lande gleich ganz anders aus

auch die „coperta“ fällt auf dem Lande gleich ganz anders aus

 

Irritierend zunächst die Vulkane in der Ebene, indes eine optische Bereicherung in der platten, von Kanälen durchzogenen Ebene. Ständig gewärtig, einen nassen Hintern zu bekommen, erreichten wir ESTE,

Hier stellte sich am frühen Nachmittag die Frage: Fahren und naß werden oder nicht fahren und Zeit verschenken?  Leider verwarfen wir die erste mögliche Unterkunft, und landeten so am Tag nach der besten gleich in der beschissensten. Immerhin:

Beim Registrieren brach das Gewitter los

 

und besser wurde dat nich mehr

und besser wurde dat nich mehr

Und – ma ehrlich: der total zugekokste Etepetete Pizzabäcker war auch lustich…

Meste – Chioggia

Radweg auf´m Deich

Radweg auf´m Deich

 

Heute galt es dann: CHIOGGIA, das kleine Venedig, koste es, was es wolle…

Feldfrüchte...

Feldfrüchte…

 

Mittels des Radwegführers des Touristenbüros der Region Padua war die Route klar:

verlassene Gutshöfe

verlassene Gutshöfe

 

uralte Brücklein

uralte Brücklein

 

malerische Dörfer

malerische Biotope

 

säumten den Weg, steinig, naß, und

...nicht...

…nicht…

 

...immer...

…immer…

 

...so ganz einfach...

…so ganz einfach…

 

...zu erreichen...

…zu erreichen…

 

... oder zu bewältigen war.

… oder zu bewältigen war.

 

Aber das Hotel Caldin´s war dann wieder so ein Volltreffer:

Trockenraum

Trockenraum gab´s genug

 

Raumwunder

Raumwunder

 

 

mit so einem Ausblick

mit so einem Ausblick

 

 

und so einer Anbindung

und so einer Anbindung (Bank, Radladen, Supermarkt)

 

 

brauchste auch kein Früstück

brauchste auch kein Frühstück.

 

Denn guten Kaffee gibt es in Italien an jeder Ecke.

Nachdem wir eingezogen waren, begann es dann RICHTIG zu schiffen…

Chioggia – Venedig

 

Wie geplant, nahmen wir dann nach einem entspannten Ruhe-  und Sonnenbadetag das Schiffchen:

IMGP2950

Taxi nach Pellestrina

 

Radweg von Pellestrina nach Norden

Radweg von Pellestrina nach Norden

 

Autofähre nach Lido

Santa Maria del Mare, Autofähre nach Lido

 

eingeschifft (keine blauen Buchstaben!)

eingeschifft (keine blauen Buchstaben!)

 

Straße zur Taxistation

Straße zur Taxistation

Vom Taxihafen Lido di Venezia muß man noch 2km nach Norden zur Autofähre San Niccolo,

Linie 17, Autofähre, 1. Tour 14:20

Linie 17, Autofähre, 1. Tour 14:20

 

nur die Linie 17 nimmt Fahrräder mit zum Überseefährhafen (Stazione Marittima). In Venedig dürfen keine Räder geführt werden. Im Fährhafen folge man dem Radwegsymbol Richtung „Piazza Roma“, nicht etwa dem bahnähnlichen Piktogramm. Dann kommt man zu einer gläsernen Brücke

märchenhaft, besonders bei Starkregen

märchenhaft, besonders bei Starkregen

 

 dort hinüber  gelangt man nach 200m zum

Bahnhof

Bahnhof

In diesem Bahnhof gibt es keine Bänke, keine Möglichkeit sein Rad abzugeben und ein Bier kostet 8€.

Will man nur den Zug erreichen, empfiehlt es sich, kurzfristig anzureisen, um die Zeit im Bahnhof so knapp wie möglich zu halten. Für eine Besichtigung Venedigs empfiehlt es sich, in Lido oder Mestre Unterkunft zu suchen (gibt Campingplätze), und von dort die „Öffis“ zu nutzen. Ich sach ma:

Chioggia ist nicht so überlaufen und sieht genauso aus.

 Epilog

Abgesehen davon daß wir beide schon mal da waren, und aufgrund der vorbeschriebenen Probleme,

Besichtigung war eh nicht:

 

 

Waschautomatik

Waschautomatik

 

 

seen by David Hamilton

Venice, seen by David Hamilton

 

wir ham dann n´paar getrunken

wir ham dann n´paar getrunken

 

und abgesehen davon, daß der IC von Stuttgart nicht rechtzeitig in Köln war, um den Anschluß zu kriegen, was sich leicht verschmerzen ließ, verlief die Rückreise mit dem CityNightLine

geziptes Tandem

geziptes Tandem

 

 

sehr entspannt

sehr entspannt

und für DB Verhältnisse völlig problemlos.

Die Nachtzüge innerhalb Europas sind nicht nur für Radreisende eine sowohl preislich als auch an Bequemlichkeit unschlagbare Option.

Die Männer in den grauen Anzügen wollen das abschaffen.

Petition