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Agaplesion Klinikum „Großes Hadern“: radlos…

10 01 2018

Ich werde hier keinesfalls in den derzeitigen Tenor einstimmen, daß alles schlecht sei.

Aus eigener Erfahrung, und derjenigen hunderter meiner Kollegen weiß ich, daß es wohl bis zu einem Jahr brauchen wird, bis die neuen Abläufe in solch einem Neubau einigermaßen eingefahren sind.

Stellt Euch mal vor, euer Handy wäre weg, die Kontaktliste futsch:

Von heute auf morgen sind alle deine Querverbindungen perdu, wo du gestern noch Schwester X fragen konntest, weißt du heute nicht mal mehr die Telefonnummer, geschweige denn, ob die Person überhaupt noch diesen Job macht…

Die Abkürzungen, die du hunderte Male gelaufen bist, sind weg, die neuen mußt du erstmal finden.

Das dauert leider seine Zeit, und da ein Krankenhaus immer auf Situationen reagiert, die schlußendlich nur begrenzt vorhersehbar sind, läßt sich auch kein Zeitplan festlegen.

Die gewählten Obrigkeiten haben die Weichen für dieses Projekt gestellt, nun müssen wir alle, Personal und die Schaumburger Patienten, das Beste draus machen.

Viel Glück dabei.

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Eines jedoch ist wirklich kompletter Mist:

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Der „Fahrradständer“

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Sie bauen gegen erheblichen Widerstand ein Krankenhaus in ein Schutzgebiet, welches zweifellos allein für viele der ehemaligen Bückeburger Mitarbeiter schneller und leichter mit dem Rad, als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen wäre, zumal es ja auch kaum Parkplätze gibt.

Dann stellen sie für ca. 900 Mitarbeiter dort eine solche Hundehütte als Fahrradständer auf, um diese zum gesunden und umweltfreundlichen Verhalten zu ermutigen.

Meine eigene Karriere als nicht- Autobesitzer begann, weil ich während meiner Intensivausbildung feststellte, daß ich mich wesentlich besser fühlte, wenn ich nach der Schicht mit dem Rad heimgefahren war. Bei der erheblichen derzeitigen Belastung des Personals dort wäre es ein Beitrag für die Gesundheit der Kollegen, mit SICHEREN, ausreichend geräumigen Fahrradstellplätzen einen Anreiz zu schaffen.

Zudem ist jedes Auto weniger dort ein Gewinn für das Aueflutgebiet.

Wieder einmal wurde ein Schritt in die staatlich geforderte Richtung „weg von fossiler Energie“ vertan.

Daß dieser rücksichtlose Vollpfosten da gleich noch seine Enduro reingewuppt hat (oberhalb der Flagge), unterstreicht das Ganze.


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