
Mal ehrlich: Irgendwann in seiner Jugend, hat fast jeder die zwei Bände „Ich radle um die Welt“ von Heinz Helfgen mit glühenden Ohren verschlungen…
Ich selbst kam erst, nachdem ich meine ersten wilden Radreisen bis Istanbul vollbracht hatte, dazu.
Abgesehen vom Lesegenuß, stellten sich mir jedoch auch Fragen, zum Einen, wieviel Wahrheit und Fiktion in dieser Geschichte stecken, und wer der Mann, der dies alles erlebt haben will, gewesen ist.
Was hat ihn angetrieben?
Wie ging es seinem Umfeld mit dieser Rastlosigkeit?
Gerade habe ich diese spannende Erzählung noch einmal gelesen, und wieder tauchten die alten Fragen auf: Patria hat den doch gesponsort? Journalist, Kriegsberichtserstatter? War der eigentlich in der Partei? Ja, war er. Er war aber auch mal Novize. Und ein Dieb.
Im Sommer hatte mich eine freundliche Anfrage von Hans Bernd Jerzimbeck erreicht, welcher seine Versuche, einige dieser biographischen Fragen zu klären, in einem Büchlein zusammengefaßt hat.
Er stellte mir dieses zur Verfügung, und ich machte mich gespannt an die Lektüre:
Es ist weniger ein kurzweiliger Stoff, als das Dokument einer intensiven, kräftezehrenden Quellenarbeit, die auch häufig durch urheberrechtliche Umstände Grenzen gesetzt bekam. Für jemanden, der sich tiefer als für die reine Erzählung von Helfgen interessiert, zeigt Herr Jerzimbeck einige interessante Umstände auf. Beispielsweise denke ich, anhand meiner eigenen Erfahrungen zum Thema „Beziehung und lange Radreisen“, daß der Mann in der heutigen Zeit kaum so lange verheiratet gewesen wäre…
Vielleicht hilft diese, meine Besprechung, daß Jerzimbecks Werk ein wenig der Anerkennung erhält, die es in meinen Augen verdient.
https://buchshop.bod.de/heinz-helfgen-hans-bernd-jerzimbeck-9783819279119















