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Berlin 300er Brevet – weißer Sand und und ein verlorener Track…

21 04 2015

dieser Song von Conny Francis ging mir irgendwann die ganze Zeit im Kopf rum…

aber von Anfang an:

Alles Einstellungssache

Alles Einstellungssache

Glücklich startete ich am 17. 4.15 um 07:00 vom Amstel House Hostel zur 300km Qualifikation für Paris.

Richtig toll war ja das neue GPS, mit dem ich den Track direkt in eine Route umgerechnet hatte, weshalb die Ausfahrt aus Moabit nach Teltow bei strahlender Morgensonne ein Klacks war. So einfach, daß ich erst nach 25km daran dachte, die Aufzeichnung des heutigen Ereignisses zu starten…

jede Menge Jejend

jede Menge Jejend

jab et zu kieken, noch deutlich mehr als hier in Schaumburg und bei fiesem Wind von NO rollten wir erstmal Richtung SW ins Teltower Land und den Fläming.

Das Roadbook erwies sich als ganz anständig, von so kleinen Varianten abgesehen:

Unterführung

Unterführung

Zitat: „L Hauptstr. folgen durch Eisenbahnunterführung    160,4″

aber egal, sowas erkennt ein Randonneur ja.

Interessant wurde es immer da, wo die Handschrift eines gewissen „Abtrünnigen“aus der Crosserszene zu deutlich wurde, dessen inzwischen sprichwörtliche Vorliebe für Kopfsteine zum Teil absurde Formen annahm:

IMGP1574

offenes Ende

g g g g eht n n n och....

g g g g eht n n n och….

jetz übertreibt er aber....

jetz übertreibt er aber….

Besonders spaßig muß die Stelle gewesen sein, wo mein Track irgendwie rumspann, sodaß ich garnicht gemerkt habe, daß ich eigentlich 4km durch märkischen Sand hätte pflügen sollen, schade, aber die Anderen habens ja mit leuchtenden Augen berichtet.

Propeller

Propeller

Die doofen Propeller die da überall rumstehen, machen es nicht leichter, es bläst, daß du kaum voran kommst, der „alte Hans“ (Jhg ´38) , nicht der von Brägel, erkennt staunend an, auf sowas komme man wohl erst ab 200km aufwärts. Wieso? wo die Dinger sich nicht drehen, bläst´s nicht, also sind die schuld.

Nudeln

Nudeln

Nudeln gab´s in OEHNA, Gasthof Witte am Flämingskate, der auch dem Randonneur Spaß macht, und die waren ECHT lecker, wie auch der Kaffee.  Wanderer, kommst du nach OEHNA….

Gasthof Witte

Gasthof Witte

Wegen des Skaterweges auf Sportler vorbereitet.

Im Sausetritt

Im Sausetritt

ging es weiter durch Brandenburg,

wo man noch Anstand hat

wo man noch Anstand hat

zur

Lutherstadt Wittenberg

Lutherstadt Wittenberg

deren Schönheit angesichts des Windes und der fortgeschrittenen Zeit zur Fähre in COSWIG

klar zu kurz kam. Städtereisen machen wir dann eben ab 70.

Die Impressionen holen wir uns jetzt.

Durch blühende Landschaften

Durch blühende Landschaften,

was nicht nur mir Niesanfälle bescherte, vorbei an

 

Storchennestern

Storchennestern

malerischen Kirchen

malerischen Kirchen

und Gegenden, so einsam, daß man noch nicht einmal den Euro kennt 😉

Währungsreform

Währungsreform

eilten wir von Prüfer zu

Prüfer

Prüfer,

um uns unsere „Carnets du route“ stempeln zu lassen. Besonders an dieser freien Kontrolle in DAHME waren sie sehr nett.

Im Sonnenuntergang

Im Sonnenuntergang

lernte ich noch schnell, das Cancellara recht hat, wenn er sagt:

„Über Pavets mußt du so schnell fahren, wie du kannst“

Is recht Fabian, aber mit 220km in den Beinen, leichtem Anstieg und strammem Gegenwind fliegst du auch nimmer 4km weit. Und dann liebst du Pavets auch nicht….

War echt bitter.

Ralf betitelte dieses Teilstück später als „Zufallsbefund“

Das sind meist die schlimmsten…

Irgendwo bei km 180 ist dann bei mir die Sicherung raus, und es war nicht mehr nur schön, sondern einfach nur noch geil.

Im Dustern

wacklig im Dustern

in eine Gruppe gerutscht, rausgeflogen, weil ich die Flasche weggeschmissen habe, hinterher, Loch zugefahren, die paar Männeken an die vordere Gruppe rangefahren, dann waren die wieder abgefallen,

und ich heize hinter den schnelleren Jungs her.

Vor Stahnsdorf ist da son Kreisel im Wald, ich bin fast dran, von rechts kommen Autos, da lasse ich am Helm mal 850 Lumen aufflammen, die den Kreisel in gleißendes Licht tauchen, alles zum Halten bringen und presche lachend den Anderen nach. Wilde Jagd, Clayallee, Hohenzollerndamm, Waldenserstr. AUS!

Berliner Bier schmeckt nicht

Berliner Bier schmeckt nicht

Bis Paris muß ich noch ordentlich was tun, aber der „Berliner“ hat mir schon landschaftlich wieder einmal total Spaß gemacht. Auch die Lasagne und der Umstand, daß die Organisatoren sich da Stunden aufhalten, um die letzten Nachzügler noch zu begrüßen, da fühlt man sich gut aufgehoben.

Nichts ist nämlich so ätzend, wie nach einem Brevet müde vor einem verschlossenen Bootshaus zu stehen.

Ich werde gerne wiederkommen!

Mein besonderer Dank gilt einmal mehr der Mannschaft von Radsport Lindemann, die meinen Renner rechtzeitig einwandfrei gewartet am Start hatte.


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